Bei Sonnenschein ein Eis im Straßencafé genießen. Mit Freunden abends zum Italiener. Oder ein ausgedehntes Frühstück am Wochenende. Essen ist mehr als die Reaktion auf Hunger. Genuss soll es sein, und Möglichkeiten, um dieses Bedürfnis auszuleben, gibt es viele. Doch nicht alles, was unseren Geschmack trifft, ist auch gut für unseren Bauch. Und damit sind nicht nur die überflüssigen Kalorien und Kilos auf der Hüfte gemeint. Alles, was wir zu uns nehmen, bedeutet für Magen und Darm Arbeit, und nicht selten muten wir ihnen Schwerstarbeit zu. Die Folge: Der Bauch drückt, Krämpfe und Schmerzen, Völlegefühl, Blähungen, die Verdauung spielt verrückt. Dabei müssen es nicht einmal die „üblichen Verdächtigen“ sein – also Fast Food, Süßigkeiten, Alkohol – die den Bauch belasten. Auch gesunde Speisen können Probleme bereiten. So sind gerade viele krampfartigen Bauchbeschwerden auf Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln zurückzuführen.
Es gibt verschiedene Arten von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Je nach Art unterscheiden sich auch die Ursachen.
Wer schon beim Gedanken an ein Glas Milch buchstäblich einen „Stein im Bauch“ spürt, gehört möglicherweise zu den 15 Prozent der Erwachsenen, die hierzulande von einer Laktoseintoleranz betroffen sind. Nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten (z. B. Joghurt, Käse, Eiscreme) kommt es zu Bauchbeschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen und -krämpfe, Völlegefühl oder Durchfall. Ursache ist ein Mangel des Enzyms Laktase, der die Verdauung von Milchzucker (Laktose) im Dünndarm behindert. Dadurch gelangt dieser Stoff unverändert in den Dickdarm, wo er durch Darmbakterien vergoren wird. Dabei enstehen Gase, es kommt zur Verkrampfung der Darmmuskulatur, Stichen im Bauch oder Bauchschmerzen. Ein Laktasemangel ist meist genetisch bedingt, kann aber auch in Folge einer Magen-Darm-Erkrankung auftreten.
Ein Apfel am Tag erspart den Arztbesuch, heißt es. Doch manche Menschen reagieren gerade auf den darin enthaltenen Fruchtzucker (Fruktose) mit krampfartigen Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall. Auch hier kann der kritische Inhaltsstoff im Dünndarm nicht richtig verdaut werden, sodass Teile des Fruchtzuckers in den Dickdarm gelangen und dort unter Gasbildung gespalten werden. Fruktose ist in bestimmten Obst- und Gemüsesorten sowie Säften enthalten, aber auch in Honig und Haushaltszucker.
Wenn das „täglich Brot“ krank macht, kann sich dahinter eine Unverträglichkeit gegen Gluten verbergen. Dies ist ein Bestandteil von Getreide (v. a. in Weizen, Gerste, Roggen, Hafer) und kommt z. B. in Brot, Brötchen, Kuchen und Nudeln vor. Bei dem Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln wird eine entzündliche Reaktion der Dünndarmschleimhaut hervorgerufen, die Darmfunktion ist dadurch beeinträchtigt. Einhergehend mit chronischen Durchfällen kommt es nicht nur zu krampfartigen Bauchschmerzen, sondern auch zu Flüssigkeits- und Gewichtsverlust sowie zu Mangelerscheinungen. Bei der Entstehung einer Glutenunverträglichkeit scheint genetische Veranlagung eine Rolle zu spielen. Die genauen Ursachen sind noch unklar.
Der Botenstoff Histamin ist Teil der körpereigenen Abwehr. Im Falle einer Allergie sorgt er für die typischen Immunreaktionen wie Juckreiz und Rötung. Was viele nicht wissen: Histamin ist auch in manchen Nahrungsmitteln enthalten, wenn diese reifen oder gären (z. B. Hartkäse, Wein, Salami, Sauerkraut). Und es gibt Menschen, die auf eben diese Speisen mit pseudoallergischen Symptomen reagieren, weil sie von einer Histamin-Intoleranz betroffen sind. Diese Abbaustörung beruht auf einem Enzymmangel und kann vielfältige, allergieähnliche Beschwerden verursachen (z. B. Hautrötung und Juckreiz, Atemwegsbeschwerden, Schwindel und Kopfschmerzen). Häufig treten auch Magen-Darm-Beschwerden wie Krämpfe, Blähungen und Durchfall auf.
Bei Unverträglichkeiten und Allergien gilt es zunächst, den Auslöser zu ermitteln und die entsprechenden Lebensmittel vom Speiseplan zu streichen. Ein Bauchschmerz-Tagebuch kann helfen, Zusammenhänge zu erkennen. Auch für die Beratung beim Arzt sind solche Aufzeichnungen hilfreich. Da manche Speisen Probleme bereiten können (z. B. Fertiggerichte mit unklarer Zutatenliste), ist eine Ernährungsberatung sinnvoll. Bei akuten Bauchbeschwerden gilt es, die Symptome zu lindern. Kommt es zu krampfartigen Bauchschmerzen, wirkt Buscopan® schnell und gezielt kramplösend und ist dabei gut verträglich.